Am 24.03.18, dem „Tag der Astronomie", hatten der Förderverein des Theodor-Fontane-Gymnasiums und die Fachkonferenz Astronomie zu einer weiteren Veranstaltung der Reihe "Astronomie am Samstag" eingeladen und begrüßten dabei Ehrengast Sigmund Jähn.

Der heute 81-Jährige ist der erste deutsche Kosmonaut. Sein Flug vom 26.08. - 03.09.1978 liegt nun schon fast 40 Jahre zurück und dauerte exakt sieben Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und vier Sekunden. Auf dieser großen Reise wurde er von Waleri Bykowski begleitet, mit dem er 125-mal unsere Erde umkreiste.

Sigmund Jähn hatte für seinen Vortrag im Planetarium des Theodor-Fontane-Gymnasiums viele schöne Fotos in einer Präsentation zusammengestellt. Zuerst erzählte er uns etwas von der Geschichte der Raumfahrt und wer seine großen Vorbilder waren.

Während seines Fluges wurden etliche medizinische, physikalische, biologische und chemische Experimente durchgeführt und ausgewertet. Mit der damals sehr modernen Multispektralkamera MKF 6 wurden weitere Tests durchgeführt und schöne Aufnahmen von der Erde gemacht. Solche Fotos dienten unter anderem der Rohstofferkundung.

Die Landung auf der Erde, erzählte Sigmund Jähn, war etwas holprig, weil der Fallschirm der Landekapsel nicht richtig funktionierte.

Nach der Rückkehr arbeitete er noch viele Jahre im Sternenstädtchen, um seine Erfahrungen weiterzugeben und um weitere Kosmonauten bzw. Astronauten auszubilden. Noch heute erzählt er in öffentlichen Veranstaltungen seine Geschichte und seine Eindrücke und wie es war, ins All zu fliegen.

Anne und Paula aus der 11. Jahrgangsstufe, die sich auch im Team des Politikcafés engagieren, stellten im letzten Teil des Abends noch eine Reihe von Fragen an Sigmund Jähn. Sie wollten z. B. wissen, wie seine Familie die Zeit seines Fluges erlebt hat und wie er zu aktuellen Projekten wie der Marsmission oder dem Weltraumtourismus steht.

Es war eine wirklich schöne Veranstaltung, für die wir uns bei Herrn Fiebig und Herr Böhlemann noch einmal bedanken möchten.

Lisa-Marie
Klasse 7/6

Bildnachweis:
Bilder 1-4:
A. Fiebig, R. Böhlemann